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Thomas Barth und Manfred Grauer
Universität Siegen
Seiten 153 bis 172
Für Unternehmen, die einen hohen Anteil von Engineering-Leistungen
erbringen, müssen spezifische Anforderungen an die einzusetzenden IT-Lösungen
gestellt werden. Zu diesen Anforderungen gehört eine integrierte Datenhaltung,
die alle notwendigen Informationen zu einem Produkt über dessen vollständigen
Lebens-zyklus von der Anfrage über die Konstruktion und ggf. die langjährige
Weiterentwicklung bis hin zur Entsorgung enthält. Durch den zunehmenden
Einsatz von Simulationstechniken bei der Konstruktion sowohl einzelner
Bauteile, Baugruppen als auch des gesamten Produkts ergeben sich darüber
hinaus zusätzliche Anforderungen. Integrierte Lösungen für diesen Bereich
des sogenannten "Computational Engineering" sind durch die Funktionalität
heutiger Hardware/Softwareprodukte noch nicht generell gegeben. Techniken
des "Computational Engineering" sind überall dort anwendbar, wo die Analyse
eines Systems in der Realität zu teuer (z.B. durch den Bau von Prototypen)
bzw. unmöglich ist, im nationalen und internationalen Wettbewerb zu lange
dauert ("time to market") oder zu gefährlich ist (z.B. bei der Analyse
von Umweltsystemen).
In diesem Beitrag werden Anforderungen und Ansätze für
Entwurf, Implementierung und Einsatz adäquater Hardware/Software-Systeme
für den speziellen Anwendungsbereich "virtuelles Prototyping" in der mittelständischen
Industrie vorgestellt. Unter virtuellem Prototyping wird in diesem Kontext
die Gesamtheit der Techniken verstanden, die notwendig sind, um die Produktentwicklung
weitgehend computerunterstützt durchführen zu können. Dazu gehört die
Technik der Modellbildung selbst, die ein hohes Maß an Wissen um das reale
Produkt und die tatsächlich ablaufenden Produktionsprozesse voraussetzt.
In diesem Kapitel genannte Unternehmen und Websites:
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